Exzellenzuniversität

Zum dritten Mal in Folge errang die Technische Universität München (TUM) im Juli 2019 das Prädikat der „Exzellenzuniversität“. Damit ist die TUM die einzige Technische Universität, die im Exzellenzwettbewerb des Bundes und der Länder von Anfang an (2006) durchgängig erfolgreich ist. Mit dem Preisgeld von 105 Millionen Euro für den Zeitraum 2019–2026 kann die TUM AGENDA 2030 umgesetzt werden.

Das Zukunftskonzept: TUM Agenda 2030

Im Zentrum der Agenda steht die Talent- und Kompetenzförderung auf allen Ebenen. Sie kommt in der Neuorientierung der Ingenieurausbildung im Konzept des „Human-Centered Engineering“ zum Ausdruck (ca. 31 Mio. Euro), integriert in einen massiven Ausbau der Geistes- und Sozialwissenschaften sowie der Gründung der fachübergreifenden Institute für „Technology Design“, „Data Science“ und „Life Long Learning“. Indem sie das markenstarke „German Engineering“ in der gesellschaftlichen Veränderungsdynamik rückverankert, beschreitet die TUM neue Wege in der deutschen Hochschullandschaft. Eine Schlüsselfunktion übernimmt dabei das „Munich Center for Technology in Society“ (MCTS), gegründet im Rahmen der Exzellenzinitiative 2012.

Wichtige Neuerungen:

Von der Fakultätsstruktur zum School-System

Weitgehenden inhaltlichen und organisatorischen Veränderungen im Sinne der Internationalität und Interdisziplinarität dient die neue Governance: An die Stelle der herkömmlichen 15 Fakultäten treten sieben Schools, die den Aktionsradius der TUM an den Schnittstellen der klassischen Disziplinen erweitern. Mit den „TUM Innovation Networks“ (16 Mio. Euro) sollen forschungsgetriebene Themenschwerpunkte entstehen, mit denen sich die Technikwissenschaften und Medizin an den großen gesellschaftlichen Herausforderungen orientieren. Die erfolgreiche Medizin der TUM (Universitätsklinikum rechts der Isar, Deutsches Herzzentrum München) wird in einer Matrixstruktur mit dem gesamten Fächerportfolio der TUM und der außeruniversitären Forschung verschränkt.

Internationaler Kompetenzgewinn der Verwaltung

Die Wissenschaftsadministration verlässt an der TUM die herkömmlichen Handlungsmuster: Sie wird kundennah, digital und international, womit sie die wissenschaftliche Veränderungsdynamik der TUM und deren weltweite Vernetzung aufgreift. Hierfür investiert die TUM ca. 9 Mio. Euro. Das „Maximilian Graf Montgelas-Programm“ eröffnet dem Verwaltungspersonal durch Auslandsaufenthalte einen Zugewinn an internationaler Erfahrung. Neu aufgebaut wird, erstmals in der deutschen Academia, ein Universitätsmarketing, in das die nationale und internationale Wissenschaftskommunikation integriert wird (5 Mio. Euro).

Internationalisierung via TUM.Global: Schwerpunkte Europa und Afrika

Nach dem erfolgreichen Aufbau des Asien-Netzwerks (u.a. TUM.Asia in Singapur, ab 2001) erfolgt nach zwei Jahrzehnten eine Rückbesinnung auf Europa (u.a. TUM.London), ebenso wie ein konzertierter Auftakt auf dem afrikanischen Kontinent (TUM.Africa). Eine Schlüsselfunktion in der europäischen Allianzstruktur der TUM nimmt fortan das renommierte Imperial College London ein.

Spitzenforschung, Karriere- und Frauenförderung

Die internationale Spitzenforschung wird über das bestehende, hocherfolgreiche „TUM Institute for Advanced Study“ (TUM-IAS) mit 4,5 Mio. Euro gefördert, während gleichzeitig das neue Angela Molitoris-Programm 10 Mio. Euro aus dem Budget der TUM in weibliche Spitzenkräfte investiert (Studierende, Mitarbeiterinnen und Professorinnen). Als richtungsweisend für die deutschen Universitäten steht „CareerDesign@TUM“: Mit dem neuartigen Karriereprogramm erfolgt die talentbasierte Differenzierung des sog. Akademischen Mittelbaus, gestützt durch das „Institute for Life Long Learning“, das sich im Zeitalter der rapiden Digitalisierung und Biologisierung der Technikwissenschaften auch an die berufstätigen Alumni der TUM wendet.

ONE MUNICH: Vernetzungsstrategie in der Metropolregion

Das außergewöhnliche akademische und unternehmerische Umfeld in der Europäischen Metropolregion München soll themenorientiert in der ONE MUNICH-Strategie fokussiert werden. „Der Wettbewerb findet nicht mehr zwischen einzelnen Universitäten statt, sondern zwischen Standorten und Regionen“, sagte der künftige Präsident Thomas Hofmann. „Hier nimmt es München locker mit Berlin auf, aber auch mit den Regionen Boston und San Francisco.“ Die beiden Münchner Spitzenuniversitäten TUM und LMU koordinieren auf Präsidentenebene die Standortallianz, die sich in der Forschung seit Jahren bewährt und jetzt strategisch aufgestellt wird.

Umfassendes Reformwerk 2019–2026

Um ihre hochgesteckten Ziele zu erreichen und Abstrahleffekte auf das deutsche Hochschulsystem hervorzubringen, investiert die TUM in den bevorstehenden tiefstgreifenden Transformationsprozess in ihrer 150jährigen Geschichte auch erhebliche Eigenmittel in die TUM Agenda 2030: Das Gesamtprojekt ist auf über 270 Millionen Euro budgetiert.

Exzellenzuniversität seit 2006

Schon in der Exzellenzinitiative wurde die Technische Universität München zweimal als Exzellenzuniversität ausgezeichnet. Dieser kontinuierliche Erfolg hat die Entwicklung der Universität nachhaltig beflügelt. Bilanz seit 2006