Die Brücke als Symbol für die Integrative Research Centers

Integrative Research Centers

Disziplinäre Tiefe, interdisziplinäre Vernetzung: Diese beiden Trumpfkarten spielt die TUM aus, wenn sie komplexe Forschungsthemen adressiert.

Energie und Umwelt, Gesundheit und Ernährung, Rohstoffe und Infrastruktur: An den Lösungen für die wichtigsten Problemfelder der Zukunft arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Dutzenden Fächern. Keine Disziplin kann heute mehr allein entscheidende Entwicklungen voranbringen. Wie aber finden die Experten aus den verschiedenen Bereichen zusammen? Wer initiiert und koordiniert langfristige, umfangreiche Forschungsprogramme? Die Technische Universität München schafft mit ihren neuen Integrative Research Centers optimale Bedingungen für die Wissenschaftler, sich zu vernetzen. Mitglieder der verschiedenen Fakultäten arbeiten hier zusammen. Nicht die Berufsbezeichnung zählt, sondern das Interesse am gemeinsamen Thema. Bisherige Grenzen zwischen den Institutionen werden nachhaltig überwunden. Integrative Forschungszentren wie zum Beispiel die MSE und das MCTS erhalten deshalb auch das Promotionsrecht.

Mit dieser zielgerichteten Organisationsform nutzt die TUM die großen Chancen, die ihr breites Fächerportfolio bietet. Die Kombination aus Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Medizin, Lebenswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften ist europaweit eine Besonderheit. Dieses Spektrum erweitert die TUM mit dem MCTS um human- und sozialwissenschaftliche Kompetenzen.


 

TUM Institute for Advanced Study (TUM-IAS)

Am TUM-IAS können Wissenschaftler frei von den klassischen Aufgaben des Universitätsalltags forschen. Als „Tauschplatz des Wissens“ bringt das TUM-IAS den  fakultätsübergreifenden Diskurs unter Wissenschaftlern voran. Den nach internationalen Wissenschaftsstandards ausgewählten Spitzenkräften aus Wissenschaft und Industrie gibt das IAS Raum für innovative, risikoreiche Forschungsfragen. Im Fellowship-Programm des IAS erhalten auch junge Wissenschaftler alle Unterstützung, um eigene Forschungsideen zu verwirklichen. Alle IAS-Fellows beteiligen sich an internationalen und fachübergreifenden „Focus Groups“. Hier werden neue Forschungsbereiche definiert, die sich mit den Herausforderungen der modernen Gesellschaft auseinandersetzen. Mit den Tenure Track Fellowships, die nach dem TUM-Nobelpreisträger Rudolf Mößbauer benannt sind, ist das TUM-IAS noch attraktiver für herausragende junge Forscher aus der ganzen Welt geworden. 


 

Munich School of Engineering (MSE)

Die Munich School of Engineering (MSE) verbindet interdisziplinäre Forschung mit fakultätsübergreifender Ausbildung künftiger Ingenieurseliten. Der Forschungsschwerpunkt TUM•Energy bündelt die vielfältigen Aspekte der Energieforschung und die sogenannten „Grünen Technologien“ unter dem Leitmotiv „Nachhaltige Energieversorgung der Zukunft“. Darüber hinaus bietet die MSE drei Studiengänge mit ingenieurwissenschaftlichen Schwerpunkten und interdisziplinärer Ausprägung an: den Bachelor „Ingenieurwissenschaften“ sowie die Masterstudiengänge „Industrielle Biotechnologie“ und "Human Factors Engineering". In Planung sind weitere Masterstudiengänge in den Bereichen Electromobility, Biomedical Engineering sowie Cities & Infrastructure.


 

Munich Center for Technology in Society (MCTS)

Exzellent können naturwissenschaftliche Forschung und technische Entwicklungen nur sein, wenn sie die Gesellschaft im Blick haben. Die TUM hat deshalb 2012 das Munich Center for Technology in Society (MCTS) gegründet. Es untersucht, wie sich Technikwissenschaften und Gesellschaft gegenseitig beeinflussen. Soziologen und Ethiker, Philosophen und Historiker, Politik- Wirtschafts- und Medienwissenschaftler arbeiten bei allen großen Forschungsverbünden der TUM Hand in Hand mit Ingenieur- und Naturwissenschaftlern. Bürger und Politik bezieht das MCTS mit ein.